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Bei diesem 3D-Modell handelt es sich um ein privates DIY-Projekt und kein zertifiziertes Medizinprodukt. Der Download, der Druck und die Verwendung für die Insulinpumpe erfolgen vollständig auf eigene Gefahr und in eigener Verantwortung.
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Diese 3D-Modelle sind lizenziert unter Creative Commons BY-NC-SA 4.0. Eine kommerzielle Nutzung (Verkauf der Datei oder des gedruckten Objekts) ist ausdrücklich untersagt.
Änderungshistorie
v1.1 (27.08.2026)
- Band-Halterung links und rechts für mehr stabilität um 4mm verstärkt
v1.0 (15.07.2026)
- Veröffentlichung des ersten Prototyps
Beschreibung
Mein Sohn ist vier Jahre alt und benötigt für seine Typ-1-Diabetes-Erkrankung regelmäßig Insulin, das über eine schlauchlose Patchpumpe verabreicht wird.
Wir hatten das Glück, das die Krankenkasse eine der kleinsten Patchpumpen genehmigte. Die Medtrum TouchCare Nano ist zum Zeitpunkt dieses Artikels neu auf dem deutschen Markt. Dementsprechend existiert noch kein großes Zubehörangebot für diese.
Wir sind mit der Pumpe im Großen und Ganzen sehr zufrieden. Für eine bessere Verträglichkeit verwenden wir sie zusammen mit einem Underpatch. Die Haut meines Sohnes reagiert auf den Klebstoff des Patches allergisch. Die vorgeschriebene dreitägige Tragedauer erreichen wir in den meisten Fällen. Am dritten Tag droht sie sich allerdings manchmal zu lösen.
Für den Sommerurlaub am Meer musste somit eine Lösung her. Die Pumpe sollte auch stundenlanges Spielen im und am Wasser durchhalten.
Vorgehen
Für die Pumpe wird eine Halterung benötigt, die sie an Ort und Stelle fixiert. Dabei kam uns die Idee, diese mit einer Hülle zu fixieren. Die Hülle soll die Pumpe umschließen und durch ein Band an den Körper pressen – ähnlich dem Prinzip eines Uhrenarmbandes. Durch den Anpressdruck wird kein zusätzlicher Klebstoff benötigt, der sich beim Spielen lösen könnte. Die Lösung mit dem Band ist einfach und wiederverwendbar.
Die Hülle sollte aus hautverträglichem TPU (Thermoplastisches Polyurethan) bestehen und einfach reproduzierbar sein. Deshalb hatten wir uns dazu entschieden, diese in einem 3D-Drucker fertigen zu lassen.
Zum Modellieren der Hülle war es zunächst notwendig, die Pumpe als Modell in das CAD-Programm zu bekommen. Ein fertiges Modell konnten wir nicht finden, weshalb wir einen eigenen Scan mit einem Revopoint MetroY Pro angefertigt haben. Den Scan stellen wir euch oben als Download bereit.


Der Scan ist ein offener Körper, da der Scanner die auflagefläche der Pumpe nicht scannen kann. Für die weitere Verarbeitung wird allerdings ein geschlossener Körper benötigt. Mit Hilfe des Tools „Meshmixer“ kann automatisiert aus dem Scan ein geschlossener Körper erzeugt werden.
Der vorbereitete Körper konnte nun in einem CAD Programm weiter verarbeitet werden. Wir nutzen hierfür „FreeCAD„. Den Scan nutzten wir, um aus einem Block die Pumpe auszuschneiden. Dadurch erhalten wir einen negativ Abdruck der Pumpe. Dieser umschließt die Pumpe perfekt. In weiteren Schritten wurde die Hülle schlanker gemacht und zwei Laschen für die Bänder hinzugefügt.



Das fertige Modell wurde dem 3D-Drucker übergegeben und mit TPU gedruckt.

Im letzten Schritt wurde der Hülle noch ein Band verpasst, um diese an einem Bein meines Sohnes fixieren zu können. Als Band verwenden wir ein elastisches Anti-Rutsch-Hosenband (z.B. Pyrm Elastic-Bund Non-Slip, 25mm), auf das wir Klettband (20mm) genäht haben. Mithilfe des Klettbandes kann die Hülle schnell angebracht und gelöst werden.
Mein Sohn hat ein Oberschenkelumfang von 26cm. Für ihn benötigen wir ein Band, das 42cm lang ist. An dem einem Ende des Bandes werden je 12cm der Klettseite und 12cm der Flauschseite angenäht. Am anderen Ende des Bandes werden wiederum 4cm Klett- und 4cm Flauschseite angebracht. Zwischen Klett- und Flauschseite werden 2cm frei gelassen. Dort liegt das Band an der Halterung der Hülle an. Es wird nicht auf der Anti-Rutsch-Seite genäht. Diese Seite soll mit der Haut Kontakt haben. Es folgt eine Skizze des Bandes.

Legende:
#### = Klettseite
~~~~ = Flauschseite
Fazit
Wir konnten die Hülle zwei Wochen intensiv am Mittelmeer testen. Sie hat sowohl Salzwasser, Sand als auch Poolwasser überstanden. Gelegentlich wurde die Hülle nachjustiert, was dank des Klettbandes aber kein Problem war. Mein Sohn empfand die Hülle als nicht störend und wir Eltern fühlten uns sicherer, Pumpe und Transmitter nicht zu verlieren.

Wer selbst eine Medtrum TouchCare Nano besitzt und auf der Suche nach einer Hülle ist, kann sich gern unser Modell herunterladen und es selber nachdrucken. Wer keinen 3D-Drucker besitzt, kann mit uns Kontakt aufnehmen. Zum Selbstkostenpreis kann die Hülle bei uns erworben werden.
Kontakt: hackmeck@melchow.de

